Als Wanderer ist man sich kaum bewusst, wieviel Arbeit in der Instandstellung der Wanderweg-Markierung und in der Signalisation der Wege liegt. Urs Traxel, Christoph Bugnon und Renzo Küttel durften die Hüttenwartfamilie Wyrsch bei der Markierung eines blau/weiss markierten Bergwanderweges unterstützen. Frühmorgens um 6 Uhr wurde der Aufstieg zur Kröntenhütte aus dem Erstfeldtal via Bodenberge und «Geisspfand» in Angriff genommen. Um 8 Uhr meldeten sich die drei zur Arbeit. Der Hüttenwart Markus Wyrsch teilte den drei freiwilligen Arbeitern einen Hüttengehilfen zu, der aufzeigte, wo Teile des geplanten Bergwanderweges mit sogenannten «Schteimandli» bereits vorgekennzeichnet waren.

Mit Farbenkessel, Pinsel, Stahlbürsten, Pickel, Rechen und Schaufel machten sich Urs, Christoph und Renzo auf den Weg zur Arbeit. Die Hüttenwartfamilie dachte auch an das leibliche Wohl der Markier-Mannschaft und gab als Mittagsmahl feine «Eingeklemmte», Früchte und Getränke mit.

Für Urs, Christoph und Renzo war es ein besonderes Erlebnis sich bei strahlendem Wetter auf über 2000 m Höhe körperlich zu betätigen. Dass man Abschnitt für Abschnitt sah, was gearbeitet wurde, war für die bürogewohnten Arbeiter ein speziell gutes Erlebnis. Sie konnten sehen, wie sich die eigene Markierungsarbeit in Form eines blau-weissen Bandes höher und höher den steinigen Hang hinaufzog.

Nach getaner Arbeit durfte auch das Gesellschaftliche nicht fehlen. Mit ihrem «Vorarbeiter» konnte ab dem späteren Nachmittag der ausgezeichnete Hüttenservice genossen werden. Mit einem kräftigen Schluck Most als Durstlöscher und ein/zwei Gläser Wein zu dem tollen Nachtessen (Suppe, Salat, Curry-Geschnetzeltes und Dessert) konnte der erlebnisreiche «Tschoppäwächsel» abgeschlossen werden. Aufgrund der Wetterprognose – Regen war angesagt – beeilten sich die drei am Sonntag Vormittag von der Kröntenhütte über die «Chuäplangg» abzusteigen.

Zurück bleibt ein tolles gemeinsames Arbeitserlebnis mit der Erkenntnis, dass Wander- oder Bergwegmarkierungen nur mit grosser Freiwilligenarbeit entstehen. All den vielen freiwilligen Wegmarkiererinnen und Wegmarkierer gilt an dieser Stelle ein grosser Dank.