Auch nach ihrem 100-Jahr-Jubiläum bekräftigt die Urner Kantonalbank ihre Verbundenheit mit Uri. Dazu gehörte 2016 das Projekt «Tschoopäwächsel». Die Mitarbeitenden engagierten sich dabei auf freiwilliger Basis für gemeinnützige kulturelle oder soziale Vorhaben. So entstanden vielfältige Gelegenheiten, Uri und seine Menschen aus einer anderen Perspektive zu erleben.

So haben in den vergangenen Monaten zwei Drittel aller Mitarbeitenden ihren «Bank-Tschoopä» für einen oder mehrere Tage durch eine andere Arbeitsbekleidung ersetzt und sich in gemeinnützigen Einsätzen für Uri engagiert. Insgesamt kamen so gegen 200 solidarische, ehrenamtlich erbrachte Arbeitstage zusammen. In Uri hat das ehrenamtliche Engagement seit jeher einen sehr hohen Stellenwert. So ergaben sich auch für die Bankmitarbeitenden vielfältige Möglichkeiten für ihre Einsätze: Hoch im Kurs waren Arbeitstage in der Natur, wie zum Beispiel beim Instandstellen von Wanderwegen und Bikerouten in Uri. Auch auf mehreren Alpen erbrachten Mitarbeitende grosse Tatbeweise, etwa beim «Scheenä». Ein weiteres beliebtes Betätigungsfeld war die Betreuung von betagten oder behinderten Menschen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank wirkten tageweise in verschiedenen Urner Altersheimen mit. Auch die Stiftung Behindertenbetriebe Uri war ein speziell gefragter Einsatzort. Auch die Mitglieder der Geschäftsleitung betätigten sich mit Farbkesseln, Pinseln, Stahlbürsten, Pickeln, Rechen und Schaufeln als ehrenamtliche Wegmarkierer im Krönten-Gebiet – in sportlicher Arbeitskleidung statt in Anzug und Krawatte.

Erfahrungen im Blog festgehalten

Dass sie während der Freiwilligeneinsätze meist unmittelbare Resultate ihrer Arbeit sahen, war für viele Mitarbeitende ein besonderes Erlebnis, das im Kontrast zum Bankalltag stand. Nach ihrem «Tschoopäwächsel» erstellten die Mitarbeitenden jeweils einen kurzen Erfahrungsbericht. Ob sie nun von der körperlichen Anstrengung bei der Waldpflege berichteten, von der geduldigen Betreuung auf einer Schulreise oder von einem Besuch mit der Behindertenwohngruppe im Verkehrshaus Luzern – alle Erlebnisse hatten eines gemeinsam: Die Mitarbeitenden haben einen Einblick erhalten in eine Welt, in der andere Regeln gelten als auf der Bank. Unzählige positive Rückmeldungen zeigten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Einsatz «im andärä Tschoopä » als sehr wertvoll erlebt haben.