Flüchtlinge und Asylsuchende; ein aktuelles Thema, von dem man täglich hört. Da ich die Thematik sehr interessant finde, war der «Tschoopäwächsel» eine passende Gelegenheit, um einmal hinter die Kulissen zu schauen.

Während den drei Tagen in der Asyl-Kollektivunterkunft des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), die sich beim Bahnhof Altdorf befindet, habe ich viele Eindrücke und Informationen zum Asylwesen erhalten. Los ging es mit einer kurzen Theoriestunde. Der Stellenleiter informierte mich über das SRK, deren Aufgaben im Asylbereich und die Zusammenarbeit mit Kanton, Gemeinden und anderen Organisationen. Beim Einblick in das tägliche Leben wurde mir schnell bewusst, dass vieles, was man in den Medien sieht und hört, nur der halben Wahrheit entspricht. Die Wohnungen sind weit entfernt von Luxus. Sie sind bescheiden und karg eingerichtet, nur die nötigsten Möbel finden Platz. Die Leute sind aber sehr aufgeschlossen und freundlich. Ohne zu zögern kamen sie auf mich zu und begrüssten mich herzlich.

Die Besuche im Schulrestaurant Fomaz und im Deutschkurs waren für mich eine besondere Erfahrung. Beides sind Projekte des SRKs, die den Flüchtlingen und Asylsuchenden die Integration und den Einstieg ins Berufsleben erleichtern sollen. Die Menschen profitieren viel und ihr Engagement im Betrieb ist sehr gross. Ein afghanischer Praktikant sagt sogar, dass er am liebsten auch nach seinem Praktikum im Fomaz weiterarbeiten möchte.

Im Deutschkurs lernen die Schüler die Grundlagen der deutschen Sprache. Oft wurde der Stoff in Englisch erklärt und die Schüler versuchten es ins Deutsche zu übersetzen.

Ich habe unglaublich viele schöne Eindrücke erhalten und konnte mir selber ein Bild von der Situation im Kanton Uri machen. Das hat mich dazu bewogen, mich in Zukunft als Freiwillige beim SRK zu engagieren. Ich kann mir vorstellen, im Deutschunterricht tätig zu werden. Ich freue mich auf diese Arbeit und bin gespannt, welche Herausforderungen auf mich warten.