Als leidenschaftliche Köchin hat es mich schon immer interessiert, wie es in einer Grossküche zu- und hergeht. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, meinen Tschoopä mit einer Kochschürze in der Küche der Stiftung Behindertenbetrieb Uri (SBU) zu tauschen. Als ich am Morgen eintraf, hatte man mich sofort mit T-Shirt, Schürze und Mütze eingekleidet, damit ich gleich loslegen konnte. Damit die ersten Gäste ihr Znüni kaufen konnten, hiess es nun: Gas geben, Brötchen schmieren und diese mit Fleisch belegen.

Nach einer kurzen Pause führte mich Dominik Zeugin, Abteilungsleiter Gastronomie, durch die Räumlichkeiten der Küche und erklärte mir die verschiedenen Abläufe und beantwortete meine vielen Fragen. Das Küchenpersonal besteht aus Köchen und Fachangestellten. Menschen mit einer Behinderung ergänzen das Team und finden somit eine Beschäftigung, die ihnen sehr zusagt. Diese hochmotivierte Küchenbrigade der SBU kocht für die Bewohnerinnen und Bewohner, sowie für die Mitarbeitenden und Angestellten der SBU. Die Crew bereitet auch für das Alters- und Pflegeheim Rüttigarten die Speisen zu. Täglich werden etwa 400 Morgen-, Mittag- und Abendessen zubereitet. Es ist der Küchencrew der SBU ein grosses Anliegen eine vielseitige und gesunde Ernährung anzubieten, denn wie heisst es so treffend: Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.

Während den zwei spannenden Tagen gehörten Essen schöpfen, Dessert zubereiten, Gemüse schneiden, Fruchtspiesse anfertigen, Platten für Apéros bereitstellen, Suppe für ein Bankett kochen und weitere Aufgaben zu meinen Arbeiten. Für die tollen Erfahrungrn mit Menschen mit einer Behinderung zu arbeiten, danke ich dem ganzen Küchenteam, vor allem Dominik Zeugin, der mir diesen Einblick erst ermöglicht hat.