Nach intensiver Planung und Vorbereitung konnten wir unser Lager vom 7. Juli bis 9. Juli durchführen. Das Wetterglück war auf unserer Seite, obwohl wir ziemlich alles erlebten; Sonne, Wind, Gewitterregen und ein kurzer Platzregen am Sonntag.

Am Freitag reisten fünf Familien an und richteten sich in den Tipis, Zelten oder sogar dem mitgebrachten Wohnwagen ein.

Unser überaus tüchtiges Küchenteam hatte extra für diesen Anlass einen Militäranhänger als Küchen- und Vorratsraum eingerichtet und bekochte uns auf offenem Feuer. Man darf sagen, wir wurden diese drei Tage kulinarisch sehr verwöhnt! Essen konnten wir um das Lagerfeuer herum, an Tischen oder bei Regen sogar im Tipi.

Am Freitag Nachmittag unternahmen wir ein kurzes Geissen-Trekking zu den Kletterfelsen. Die Kinder durften die Geissen teilweise führen und konnten sie während der Pause streicheln und näher kennen lernen.

Am Samstag Morgen waren die meisten schon ziemlich früh wach und genossen ein feines Zmorgä und das gemütliche Beisammensein, das während der ganzen drei Tage nie zu kurz kam. Etwas später trafen wir uns ausserhalb des Zeltplatzes, um aus gesammelten Naturmaterialien einen Barfussweg zu bauen. Die Kinder halfen fleissig mit und sogar die Eltern hatten lustige Ideen, die sie sofort umsetzten. Im "Tatzelwurm" spazierten wir mit geschlossenen Augen über den Weg und versuchten zu erfühlen, was wir unter unseren Füssen hatten. Im Schlammecken wurde es besonders lustig. Damit auch die Geissen nicht zu kurz kamen, machten wir einen Spaziergang mit ihnen, damit sie sich die Bäuche mit den feinen Kräutern der Göscheneralp füllen konnten.

Am Nachmittag bereiteten wir uns für das Indianerfest am Abend vor. Mit den Kindern bastelten wir Pfeilbogen, Köcher, Medizinbeutel und einen Kopfschmuck.

Nach dem Abendessen war es dann soweit: Das Indianerritual konnte beginnen. Leider konnten wir es nicht draussen durchführen, da es regnete, aber im Tipi war es auch sehr gemütlich.

Willi führte ein berührendes Ritual durch, danach füllten wir den Kindern ihre Medizinbeutel mit kleinen Glücksbringern und zum Abschluss durften die Kinder auf den mitgebrachten Trommeln musizieren.

Nach einem langgezogenen Frühstück am Sonntag Morgen wanderten wir mit den Geissen in Richtung Staudamm. Die Kinder machten das enorm gut mit den grossen Böcken und kleinen Gitzis, sie gingen sanft und doch bestimmt mit ihnen um, hatten Vertrauen gefasst und das eine oder andere Tier schon richtig ins Herz geschlossen.

Nach dem Mittagessen ging es langsam ans zusammenpacken. Noch einmal genossen wir im Tipi Kaffee und Kuchen, tauschten uns über die Erfahrungen im Lager aus und verabschiedeten uns voneinander.

Das ganze Lager wird uns und hoffentlich auch allen Familien in bester Erinnerung bleiben, es gab so viele schöne, einmalige und berührende Augenblicke, freudig strahlende Kinderaugen und entspannte Erwachsene. Das Team war wahnsinnig toll und eingespielt, als wäre es nicht das erste Mal.

Herzlichen Dank allen Mitwirkenden und besonders auch der Familie Mattli, die uns den schönen Platz auf dem Zeltplatz Göscheneralp zur Verfügung gestellt hat.