Das Repertoire der Bauernmusik Altdorf mit alten Urner Tanzmelodien wird grösser und grösser. Die fünf Musiker haben in den vergangenen Wochen neues, von Peter Gisler arrangiertes Notenmaterial erhalten, zum Beispiel den Ländler «Dr Zwärg von Üri», den Walzer «Z Andermatt» oder den «Ringkämpfer-Galopp» aus einem alten Notenbüchlein der Musikgesellschaft Erstfeld (1891/92). Die klingende Spurensuche in Gesprächen, Archiven, Schränken und Schachteln nach alter Urner Volksmusik wird noch die eine und andere Überraschung aufs Tapet und die Notenständer bringen – und nicht nur «Tanzfitlä» begeistern. Man fragt sich nämlich, was der «Garibaldi-Schottisch» aus dem Schächental mit dem Guerillakämpfer aus Italien zu tun hat?

Weniger kämpferisch, aber gewiss lust- und genussvoll bereitete sich die Bauernmusik Altdorf Mitte August auf die kommenden Auftritte im Herbst vor, so mit einer Musik- und Kostprobe beim Trompeter in Büron. Am 19. August spielte sie dann an der Stubete am See in Zürich zum Tanz auf, und zwar im Kleinen Tonhalle-Saal, im schönsten Tanzsaal der Region, wo 1961 die Tradition der Zürcher Volksbälle begann.

Und, aufgepasst! Am Mittwoch, 9. November, 20.00 Uhr, spielt die Bauernmusik Altdorf auf klingender Spurensuche im Restaurant Eintracht. Ja, das war einmal an der Hellgasse. Heute ist es die Hausnummer 23 für das Q4.