Das Publikum im ausverkauften theater(Uri) spendete den MusikerInnen und TänzerInnen der Weltpremiere tosenden Applaus. Robert Schmidt brachte insgesamt 28 Mitwirkende in unterschiedlichster Besetzung auf die Bühne. Dem aus Berlin zugezogenen Musiker war anzuhören, wie wohl er sich als „Lachonigä“ in Uri fühlt. Er wand dem Kanton Uri in seinen 15 UR-Tangos viele musikalische Kränzchen. So tragen seine UR-Tangos Titel wie beispielsweise „Bristenblick“ „Vor mir das Urnerland“, „Hoch ins Waldnachttal“. Selbst eine Tango-Ballade, im „Ürner Dialekt“ hervorragend interpretiert von Sämi (Werner) Kruse fehlte nicht.

Die 15 UR-Tangos führte der Komponist Robert Schmidt mit persönlichen Worten ein, genauso wie die Mitwirkenden, die er für die Weltpremiere eingeladen hatte.

Das Tango-Tanzpaar Luis und Nicole aus Luzern improvisierte nicht nur zu klassischen Tango Argentinos sondern auch zu UR-Tangos und passten dabei ihren Tanzstil den UR-Tangos an. Zwei Tanzpaare der Trachtengruppe Flüelen tanzten unter anderem zum UR-Tango „Urisita“, das in einer Tutti-Version von Volksmusikern, Tango-Musikern und den Mitgliedern des UR-Tango-Orchesters gespielt wurde. Die Gruppen Pflanzplätz, Tango Real (mit dem Altdorfer Peter Gisler am Tango-Bass), Andi Gabriel, Franz Schmidig sowie der Ehrengast Jonny Gisler brachten alle eigene Stücke mit und spielten in wechselnder Zusammensetzung UR-Tangos.

Die rundum gelungene Weltpremiere machte deutlich, wie Musik Menschen verbindet und wie inspirierend der Austausch von Gewohntem und Fremden ist.

Im Foyer nach dem Konzert plauderten Publikum und Mitwirkende noch lange in fröhlicher Geselligkeit – und tanzten Tango-Begeisterte zwischen den Tischen.