Nachdem sämtliche Details geklärt wurden, konnte man mit der Installation beginnen. Die Beleuchtungsschienen mussten richtig positioniert werden um die Vitrinen möglichst effizient auszuleuchten. Um Schattenwürfe in der Vitrine zu vermeiden, wurden diese mit den Plexiglashauben abgedeckt und dementsprechend wurde die Beleuchtungsinstallation angepasst. Der neue Farbanstrich verlieh den doch schon etwas älteren Vitrinen die nötige Basis. Sämtliche Arbeiten konnten Mitte April 2016 abgeschlossen werden.

Der Museumsleiter Martin Russi startete dann mit der eigentlichen Vorbereitung auf die Ausstellung. An etlichen Abenden wurden die Vitrinen mit den kostbaren Kristallen bestückt, die Beschriftungen und Bilder montiert und die Hauben gereinigt. Bei Vitrinen mit hellen Kristallen wurden kaltweisse Leuchtmittel eingesetzt. Da in den meisten Vitrinen aber dunkle Steine ausgestellt sind, setzte man dort warmweisse ein.

Am 21. Mai öffnete das Museum seine Tore. Mit der jährlichen Wiedereröffnung wird auch immer ein kleines Fest gefeiert und wir durften auch das Jurymitglied Ständerat Josef Dittli wie auch Franziska Scherer von der UKB begrüssen. Es war ein voller Erfolg. Die neue Beleuchtung vermochte nicht nur die schönen Steine zu erhellen, sondern sie erzeugte auch strahlende Gesichter bei den Besuchern. Die ausgestellten Kristalle und Mineralien erstrahlen sprichwörtlich in neuem Licht. Die Sonderausstellung zeigt dieses Jahr sehr viele Morione, die schwarze Variante der Quarzkristalle. Das Urner Mineralienmuseum mit seinen gewölbten Räumlichkeiten wird mit der neuen Beleuchtung in ein völlig neues Licht gerückt und ist nicht nur für Kristall- und Mineralienfreunde sehr interessant und lohnenswert.

Das Projektteam und die Urner Mineralienfreunde bedanken sich herzlich bei der Urner Kantonalbank für die grosszügige Unterstützung. Ich glaube, dass wir mit diesem Projekt etwas zur Qualität des kulturellen Angebots im Kanton Uri beitragen konnten und bin dankbar, dass wir es so zügig und ohne Zwischenfälle realisieren konnten.

Peter Herger